4.3.2026

Kein Honorar für KI-generiertes Gutachten – was Unternehmen jetzt beachten sollten

Effizienz durch KI – aber wer trägt die Verantwortung?

Ein aktuelles Urteil zeigt: KI-Nutzung ohne klare Regeln kann teuer werden.

Ein Beschluss des Landgericht Darmstadt (Az. 19 O 527/16) sorgt für Aufmerksamkeit: Ein Sachverständiger erhielt kein Honorar, weil sein Gutachten maßgeblich auf KI-generierten Inhalten beruhte. Das Gericht stellte klar, dass eine „höchstpersönlich“ geschuldete Leistung nicht durch maschinelle Systeme ersetzt werden darf.

Die rechtliche Einordnung: Persönliche Leistungspflicht

Das Urteil verdeutlicht ein zentrales Prinzip im Vertragsrecht: Wird eine persönliche Expertise geschuldet, muss diese auch tatsächlich persönlich erbracht werden.

Für Unternehmen bedeutet das:

  • KI-Tools dürfen Fachkompetenz unterstützen, aber nicht ersetzen.
  • Transparenz über den KI-Einsatz ist essenziell.
  • Vertragsgestaltung und Leistungsbeschreibung müssen überprüft werden.

Gerade Beratungsunternehmen, Kreative, Agenturen und Sachverständige tragen ein erhöhtes Risiko – von Honorarverlust bis zu Haftungsfragen.

Risiken und Chancen für Unternehmen

Das Urteil ist kein Verbot von KI. Es ist ein Hinweis auf notwendige Governance.

Organisationen stehen vor drei zentralen Fragen:

  1. Wo ist KI ein Werkzeug – und wo unzulässig delegierte Leistung?
  2. Wie dokumentieren Mitarbeitende ihre eigenständige Prüfung?
  3. Welche Kompetenzen sind erforderlich, um rechtssicher mit KI zu arbeiten?

Hier setzt eine strukturierte KI-Kompetenz an. Mit gezielten KI-Kompetenzschulungen lassen sich Verantwortlichkeiten klären, Prüfprozesse definieren und Mitarbeitende sensibilisieren.  

Der Ansatz von certready.eu

certready.eu unterstützt Unternehmen dabei, KI nicht nur technisch, sondern organisatorisch und rechtlich einzuordnen.

Im Fokus stehen:

  • Rollen- und Verantwortlichkeitsmodelle
  • Risikobewertung im KI-Einsatz
  • Dokumentations- und Prüfprozesse
  • Schulung von Führungskräften und HR

Ziel ist nicht Einschränkung, sondern sichere Innovation.

Fazit

Das Urteil des LG Darmstadt ist ein Signal: KI bleibt ein Werkzeug. Verantwortung bleibt beim Menschen. Unternehmen, die frühzeitig in KI-Kompetenz investieren, minimieren Risiken und stärken ihre Zukunftsfähigkeit.

Machen Sie Ihr Team fit für KI – wir beraten Sie persönlich.

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